Spiritismus und Spiritualismus

Hauptzwecke des modernen Spiritualismus sind

- durch individuell überprüfbare Jenseitskontakte
  den Beweis für die fortwährende Existenz der Seele zu erbringen
  sowie Hinterbliebene zu trösten und Ihnen Ansporn zum Weiterleben zu geben

- Heilung mit Hilfe der geistigen Welt.

Beides biete ich beruflich an - in Privatterminen und in öffentlichen Demonstrationen (Spiritualist Demonstrations) sowie als Ausbildung in Workshops und spirituellen Zirkeln. Mehr Informationen dazu unter Angebote. 

Spiritualismus entspringt - wie das Wort schon vermuten lässt - dem, was wir als 'Spiritismus' kennen, der Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA und England seinen Anfang nahm mit Berichten von Geister-Erscheinungen, Geister-Fotografien und spirituellen Medien, die in Trance in den Stimmen Verstorbener sprachen oder gar per Ektoplasma (weiße Waber-Masse) deren Gestalt annahmen (huch, wo hab ich bloß mein Riechfläschchen gelassen?), mit Versuchen, in spiritistischen Zirkeln im Dämmerlicht Kontakt zur Geisterwelt aufzunehmen mit Hilfe von Tischchenrücken, Ouija-Bord oder Planchette. Es muss damals ein mindestens genauso beliebter Zeitvertreib gewesen sein wie heute Kino oder Computerspiele - und es war mit Sicherheit geselliger ...

Sorry, aber den wohligen Grusel-Schaudern bereite ich nun ein Ende, indem ich die Sache nüchtern erkläre: In meinem lateinischen Wörterbuch finde ich unter 'spiritus' u.a. die Wörter: Luft, Hauch, Atem, Lebenshauch, Leben, Seele Geist, BeGEISTerung, Mut, Sinn, Gesinnung (also geistige Haltung = innere Einstellung), dichterisches (künstlerisches) Schaffen. InSPIRation wird es genannt, wenn uns die Muse küsst.
 
Bei uns in Deutschland ist Spiritus ja hauptsächlich als ein Mittel zum Fensterputzen bekannt; im Englischen sind die 'spirits' auch Spirituosen (geistreich war der Werbespruch aus den 60ern 'Im Asbach Uralt ist der GEIST des Weines'). Der moderne Spiritualismus sorgt dafür, dass wir auch ohne Vergorenes und Wischiwaschi klar und HELL...SEHEN und keine alkoholischen Geister brauchen, um uns in der Welt des Geistes zu Hause zu fühlen (denn sie IST unser endlos-ewiges Zuhause).

Spiritualismus ist heute eine - zumindest in England - anerkannte Religion, die aber auch gerne Angehörigen anderer Religionen die frohe Botschaft'vermittelt, ohne zu missionieren. Die größte und bekannteste Organisation / Kirche ist die SNU (Spiritualists National Union), die von Emma Hardinge Britten (spirituelles Medium, geboren in England, berühmt auch in den USA) gegründet wurde. Die SNU hat ihren Hauptsitz in Stansted, Sussex, GB. Sie hat Kirchen und Mitglieder in der ganzen Welt und ist eng verknüpft mit dem Arthur Findlay College (AFC), wo spirituelle Medien und Heiler ausgebildet werden. Die Anstecknadel der SNU zeigt ein aufgeschlagenes Buch und eine Sonne sowie die Worte LIGHT, NATURE, TRUTH, die ich gerne verbinde zu 'Light is our true nature' (Unsere wahre Natur ist Licht).

Spiritualisten haben keine Dogmen, aber sie sind überzeugt von den SIEBEN PRINZIPIEN:

  1. The Fatherhood of God: Heute auch oft: 'Schöpferkraft von Vater und Mutter Gott'
  2. The Brotherhood of Man: Universelle Bruder- und Schwesternschaft aller Wesen
  3. The Communion of Spirits and the Ministry of Angels: Zusammenwirken der Seelen
    (aller 'geistigen Wesen' - im Dies- wie im Jenseits) mit den Diensten der Engel (Himmelsboten)
  4. The Continuous Existence of the Human Soul: Die fortwährende Existenz der Seele
  5. Personal Responsibility: Persönliche Verantwortungen für unsere Gedanken, Worte und Taten (und unsere Unterlassungen!)
  6. Compensation and Retribution hereafter for all the good and evil deeds done on earth: Wir haben die Folgen für unsere Gedanken, Worte und Taten sowie für unsere Unterlassungen früher oder später (in diesem Leben, im Jenseits oder in einem weiteren Leben) selbst 'auszubaden' bzw. werden auch irgendwann für gute Taten belohnt. (Universelles Gesetz des Ausgleichs). 
  7. Eternal Progress open to every human soul: Ewiger Fortschritt, der jeder menschlichen Seele offen steht.
'with liberty of interpretation' = jeder kann sich diese 7 Prinzipien selbst 'zurecht-deuten' (Konsequenzen sind ohnehin von jedem selbst zu tragen, warum sollte eine Kirche also dafür Verantwortung übernehmen, was jemand daraus macht? Wer beitreten will, muss die 7 Prinzipien dennoch unterschreiben und sich an die ethischen Grundsätze halten - insbesondere in der Arbeit.)

 


 

 

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